Geschenke unter dem Weihnachtsbaum!

Alle Jahre wieder beschäftigen sich Eltern mit der Frage, was und wie viel sie ihren Kindern
zu Weihnachten schenken sollen.

Was ist zu viel und was zu wenig? Was sollten Eltern bei der Auswahl ihrer Weihnachtsgeschenke beachten?

Das Schenken ist ein Symbol der Liebe und der Zuneigung. Geschenke sind etwas Besonderes und erzeugen Freude, daher ist es natürlich verständlich, dass viele Eltern die funkelnden Augen ihrer Kinder unter dem Christbaum besonders gerne sehen. Ganz wichtig, ist es dabei im Auge zu behalten, dass dieses Fest ein Fest der Familie ist, ein Zusammenkommen unter dem Christbaum, ein miteinander Zeitverbringen.

 

Die Packerl gehören natürlich dazu, sollten aber nicht das ganze Weihnachtsfest dominieren und der Christbaum sollte nicht unter dem Packerlberg verschwinden. Eltern sollten auch auf die Bedürfnisse ihrer Kinder achten. Bezüglich der Menge der Packerl gibt es eine Faustregel. Gerade jüngeren Kindern sollte man nicht mehr Geschenke bereiten, als die Kinder alt sind (zum Beispiel ein dreijähriges Kind ist in der Lage drei Packerl gut zu überschauen). Das könnte man als Grenze für sich ziehen, vor allem, wenn man sich dabei sehr schwer tut. Es wäre sehr sinnvoll, gerade auch in Zeiten der Patchwork- bzw. Trennungsfamilien sich mit den Verwandten, Freunden etc. abzusprechen, wer, was schenkt. Damit können Eltern sicherstellen, dass die Kinder auch qualitativ hochwertig beschenkt werden und sie eine überschaubare Anzahl an Geschenken bekommen.

 

Eine gute Alternative zu materiellen Geschenken ist es auch, sich „Zeit miteinander“ zu schenken, z.B. in Form von Gutscheinen. Natürlich muss man dann auch darauf achten, dass  diese auch eingelöst werden. Kinder sollen lernen, dass Schenken etwas Schönes ist, der der beschenkt wird, freut sich und auch der Schenkende. Erwachsene sollten hier Vorbild sein und Ihren Kindern den wahren Wert des Schenkens vermitteln.

 

Gerade bei den Geschenken, die Eltern von Ihren Kindern erhalten, geht es nicht um den materiellen Wert der Dinge. Eine Zeichnung oder etwas Selbstgebasteltes, dass von Herzen kommt, entzückt uns doch viel mehr. Daher sollten auch wir, Kindern wohlüberlegte Geschenke bereiten, damit sie auch merken, dass das Schenken und beschenkt werden keine Selbstverständlichkeit ist. Zu schnell geraten Eltern in Versuchung Ihren Kindern jeden Wünsch von den Augen abzulesen und Ihnen alles vom Wunschzettel zu Füßen zu legen, sodass sie Ihre Geschenke kaum überblicken, sich gar nicht mit allen beschäftigen und diese auch nicht wertschätzen können. Nach dem Motto „Vorfreude ist die schönste Freude“ sollten wir nicht vergessen, wie schön es ist, ein Geschenk auszupacken, auf das wir uns schon eine lange Zeit sehnsüchtig gefreut haben.


Gerade in der oft hektischen Vorweihnachtszeit ist es sehr wichtig, einen Platz für Ruhe und Besinnung mit der ganzen Familie zu finden. Geschenke gehören natürlich zum Weihnachtsfest dazu. Wir sollten allerdings darauf achten, dass wir die Betonung nicht nur auf die Geschenke legen, sondern den Kindern auch die traditionellen Werte der Weihnachtszeit vorleben und vermitteln. 

Pädagogisch wertvolle Geschenke

Eltern möchten das Weihnachtsfest für ihre Kinder besonders schön gestalten und geraten dabei manchmal ganz schön in Stress. Mitunter fehlt uns auch die Zeit, uns damit zu beschäftigen, was wir denn heuer bloß Sinnvolles schenken sollen. Gut, dass es die Wunschzettel der Kinder gibt. Allerdings sollte man diese Wünsche auch durch pädagogisch sinnvolle Geschenke bereichern. Diese können die Neugier der Kinder befriedigen und Freude am Lernen erzeugen. Eltern sollten dabei besonders auf die Interessen, Stärken und Talente ihrer Kinder achten und diese durch pädagogisch sinnvolle Geschenkideen fördern.

 

Kinder, die sehr wissbegierig sind, können zum Beispiel durch Sachbücher mehr erfahren. Lego oder Puzzlespiele etc. sowie Spiele, die ein gewisses  Dranbleiben verlangen, fördern die Konzentration, die Ausdauer und das Arbeitsverhalten der Kinder und dies wiederum wirkt sich auch im schulischen Alltag positiv aus. Viele Kinder wünschen sich in der heutigen Zeit Computerspiele zu Weihnachten. Diese können schon einmal als Überraschung dabei sein, allerdings sollten Eltern darauf achten, wie viel Zeit ihre Kinder vor dem PC verbringen.

Gerade deshalb ist es besonders wichtig, ihnen auch andere Beschäftigungsmöglichkeiten anzubieten.  Geschenke, die für die Entwicklung und die Bedürfnisse der Kinder sinnvoll sind, sollten unter dem Weihnachtsbaum nicht fehlen.
Nicht zu vergessen, die klassischen Brettspiele bzw. Gesellschaftsspiele- diese haben einiges zu bieten!
In den Geschäften findet man je nach Alter verschiedene Spiele mit pädagogischen Lerninhalten, die gleichzeitig das Wissen und die Konzentrationsfähigkeit der Kinder fördern. Außerdem macht das gemeinsame Spielen mit der ganzen Familie sehr viel Spaß und stärkt den familiären Zusammenhalt. Durch das Spielen erweitern Kinder ihre sozialen Kompetenzen zum Beispiel das Verlieren können oder das Warten bis man an der Reihe ist und vieles mehr.

Daher ist es empfehlenswert, einen gesunden Mix aus Geschenken, die den Kindern Unterhaltung bieten und pädagogisch sinnvoll sind unter dem Weihnachtsbaum zu platzieren.

Ich wünsche Ihnen und Ihrer Familie
ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest!

© 2018 by Mag. Kerstin Lang, BEd