Home Office & Kinder

„Ich habe ganz viel Zeit für meine Kinder, ich arbeite von zu Hause aus!“

 

Hört sich gut an, aber was gilt es zu beachten, um nicht in die Home Office Falle zu tappen?

 

 

Das Arbeiten in den eigenen vier Wänden kann neben vielen Vorteilen auch zu negativen Auswirkungen auf die psychische Gesundheit von Kindern führen und das gesamte Familiensystem belasten.

 

Mögliche Belastungen für Kinder sowie das familiäre System durch das Arbeiten in den eigenen vier Wänden könnten sich dadurch ergeben, dass Begegnung und Kommunikation zwischen den Familienmitgliedern „nebenbei“ passiert, weil sich der berufliche- und private Lebensbereich vermischt.

 

Eltern fällt es schwer nach getaner Arbeit abzuschalten und zum Familienleben überzugehen sowie klare familiäre Strukturen zu etablieren. Dadurch besteht die Gefahr, dass sich der Stress und die eigenen Emotionen auf das Kind übertragen. Im kindlichen Erleben manifestiert sich, „dem Papa/ der Mama ist die Arbeit wichtiger als ich“.

 

 

TIPPS FÜR HOMEWORKER

  • Schaffen Sie sich innerhalb Ihrer Wohnung einen abgetrennten Arbeitsbereich. Ist die Tür zu, signalisieren Sie dem Kind, dass Sie nun ungestört arbeiten möchten. 

  • Organisieren Sie eine Betreuung für Ihre Kinder, damit Sie konzentriert arbeiten können. 

  • Etablieren Sie einen Raum, indem Sie Unterlagen liegen lassen können und vereinbaren Sie mit Ihren Kindern klare Regeln, um beim Arbeiten und Telefonieren nicht gestört zu werden! Durch klare Regeln erlebt Ihr Kind auch keine Ablehnung. 

  • Setzen Sie feste Bürozeiten fest. Übermitteln Sie diese Zeiten auch Ihren Kollegen und Kolleginnen. Finden Sie Ihre Work-Life-Balance!

  • Erledigen Sie viel am Vormittag, wenn die Kinder nicht zu Hause sind und legen Sie zum Beispiel von 20 bis 22 Uhr nochmals eine Arbeitsphase ein, so haben Sie am Nachmittag (wenn möglich!) Zeit für den Nachwuchs. 
    Vorteil: Ihr Arbeitstag ist flexibler als ein Nine-to-Five-Job.

 

TAKE-HOME  MESSAGE

Kinder brauchen Eltern, die das Mobiltelefon auch einmal weglegen können, die ihnen ihre uneingeschränkte Aufmerksamkeit widmen, Präsenz zeigen und fernab vom Berufsalltag mit ihnen Familie leben, denn das bedeutet für die Kinder, „du bist mir wichtig, für dich nehme ich mir Zeit“.

© 2018 by Mag. Kerstin Lang, BEd